Die letzte Aprilwoche  war ein echter Veranstaltungsmarathon für Powerfrauen:

Am 26. April 2016 fand bei Noerr „Power sucht Frau Vol. III“ statt. Unter dem Motto Ihr Führungsinstrumentarium erweitern“ referierte Frau Prof. Heather Hofmeister, Ph.D., Inhaberin des Lehrstuhls für Arbeitssoziologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, über das Toolkit von weiblichen Führungskräften für die unterschiedlichen Herausforderungen und beleuchtete dabei, ob die verwendeten „Werkzeuge“ ausreichend oder vielleicht sogar überflüssig sind.

An demselben Abend lud Baker & McKenzie Business Women in Zusammenarbeit mit der Initiative Frauen mit Format zu einer Veranstaltung mit einem Vortrag von Prof. Dr. Jörg Risse, Partner bei Baker & McKenzie, zu dem Thema „Jenseits aller Vernunft – Wie Menschen Entscheidungen treffen und wie Sie das praktisch (aus)nutzen können“ ein.

Am 28. April 2016 gab es eine weitere spannende Veranstaltung mit dem vielversprechenden Thema „Wandel im Eckbüro – Neue Chancen für Frauen?“ bei Latham & Watkins LLP in Kooperation mit FidAR.  In ihrem Kurzvortrag erläuterte Christine Gärtner, Partnerin bei Latham& Watkins LLP ausgewählte Pflichten der Geschäftsleitung aus Sicht der forensischen Praxis. Im Anschluss daran diskutierten Heike Gündling, Geschäftsführerin, AddReal, Dr. Heike Schwesinger, Vorstand, FidAR e.V. und Christine Gärtner mit den Teilnehmerinnen, wie die sich wandelnden Anforderungen an die Arbeit in der Geschäftsleitung neue Chancen für Frauen eröffnen.

Jede dieser Veranstaltungen war sehr gut besucht, in einem sehr eleganten und professionellen Rahmen und bot hervorragende Möglichkeiten zum Netzwerken. Und es zeigt sich: das Momentum für engagierte und qualifizierte Frauen ist da, jetzt sollte es uns nur noch gelingen, unsere Kräfte zu bündeln und zu fokussieren, dann werden wir die letzten Hürden auch noch nehmen!

Vor kurzem war ein Beitrag in der online-Ausgabe der Fortune 500 mit dem Titel Why Mentoring Won’t Create More Female Leaders. Am Ende hat die Autorin Teresa Briggs völlig Recht: Mentoring garantiert weder dem Mentor noch dem Mentee eine Führungsposition – noch nicht einmal den nächsten Job! Warum also Zeit mit etwas verschwenden, das nichts bringt?

Teresa Briggs kommt zu dem Ergebnis, dass man einen Sponsor haben muss: „Sponsors help position you to shine.“ Wir brauchen also jemanden, der erfolgreich und einflussreich ist, der unsere wunderbaren Qualitäten genau erkannt hat und große Stücke auf uns hält, der uns die Tür öffnet und sich genau im richtigen Moment mit seinem vollen Gewicht für uns in die Schlacht stürzt. In der Tat: wenn wir so weit sind, ist es vielleicht nicht mehr so schwierig.

Sollten wir unsere Zeit also nicht vielmehr dazu nutzen, uns einen Sponsor zu suchen? Das Problem ist nur: Einen Sponsor sucht man sich nicht, von dem wird man gefunden. Und solange er uns nicht gefunden hat, müssen wir andere Möglichkeiten nutzen, um in unserer beruflichen Laufbahn vorankommen.

Ich persönlich glaube, dass Mentoring durchaus – sowohl für den Mentor, als auch für den Mentee – ein Mittel ist, die berufliche und persönliche Entwicklung voranzutreiben. Dafür ist es wichtig, sich noch einmal vor Augen zu halten, was Mentoring ist und was nicht:

Was ist ein Mentor? In Homers Odyssee ist Mentor ein Freund von Odysseus, dem Odysseus, als er in den trojanischen Krieg aufbricht, seinen Sohn Telemachos und seinen Hausstand übergibt. Aber jetzt kommt das Entscheidende: In die Gestalt Mentors schlüpft immer wieder die Göttin Athene, wenn sie ihrem Schützling Odysseus oder dessen Sohn mit Rat und Tat zur Seite stehen will.

Aus diesem Bild lässt sich einiges ableiten, was zu einer erfolgreichen Mentoring-Beziehung gehört:

  1. Aus Mentor spricht die Stimme der Weisheit, d.h. der Mentor verfügt über gewisse Kenntnisse oder Erfahrungen und ist bereit, diese zu teilen.
  2. Mentor steht mit Rat und Tat zur Seite, er berät und gibt praktische Anleitung. Aber er öffnet keine Türen und ebnet keine Wege. Das wäre die Aufgabe des Sponsors. Was nicht bedeutet, dass aus einem Mentor nicht irgendwann ein Sponsor werden kann.
  3. Der Mentor hat eine gewisse Distanz und betrachtet die Situation des Mentee – ähnlich wie die Göttin Athene – von außen bzw. von oben.
  4. Und: ähnlich wie die griechische Gottheit, wird der Mentor vom Mentee angerufen und um Rat gebeten. Das heißt also, die Initiative muss vom Mentee ausgehen.

Mentoring hat nicht nur Vorteile für den Mentee, der von der Erfahrung des Mentors profitiert. Es ist auch lohnend für den Mentor, sich bewusst auf einen jüngeren oder weniger erfahrenen Menschen einzulassen und dabei auch viel über sich selbst nachzudenken.

Wir bei Power of Two glauben, dass gerade unternehmensübergreifendes Mentoring, der Blick von außen, für beide Seiten gewinnbringend ist. Außerdem sehen wir Mentoring als kulturellen Katalysator. Neugierig geworden, wie unser Mentoringprogramm aussieht? Kontaktieren Sie uns.

Eine tolle Initiative für alle Unternehmen, die Vielfalt als Herzensangelegenheit betrachten: die gemeinnützige Organisation Charta der Vielfalt treibt durch unterschiedliche Projekte die inhaltliche Diskussion zu Diversity Management in Deutschland voran.  Eine tolle Ressource – sowie eine tolle Gemeinschaft, von der auch wir durch unseren Firmenmitglied und Förderer General Electric profitieren dürfen.

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Diversity ist eine Frage des Prinzips. Aber Diversity ist mehr als das –  erwiesenermaßen führt mehr Vielfalt am Arbeitsplatz zu gestiegener Produktivität und Kreativität.

Bei unserem ersten PowerLunch am 15.3.2016 in Frankfurt am Main zeigen wir Ihnen, was Vielfalt für mittelständische und große Unternehmen in Deutschland bedeutet, welche Vorteile sie für Ihr Unternehmen birgt und vor allem wie Sie in Ihrem Unternehmen durch die gezielte Förderung von Frauen für mehr Vielfalt sorgen können – und ganz nebenbei den Wettlauf um die besten Talente gewinnen!

Wir stellen unsere Mentoring-Idee vor und zeigen, wie ein erfolgreiches Mentoring-Programm für Frauen aufgebaut und erfolgreich betrieben werden kann. Nutzen Sie Ihre Mittagspause, um bei Fingerfood und interessanten Impulsvorträgen die Power von Vielfalt und von Networking für Frauen zu erleben!

Am 15. Oktober hatte ich die Ehre, an einer Podiumsdiskussion zum Thema “ Frauenquote – wirkt sie schon? Braucht Frau die Quote auf dem Weg ins Eckbüro?“ teilzunehmen. Die Veranstaltung war organisiert von der Initiative WEB – Women Enriching Business von Latham & Watkins.

Auf dem Podium vertreten war u.a. Frau Monika Schulz-Strelow, Präsidentin des Vereins Frauen in die Aufsichtsräte e.V. (FidAR e.V.), eine beeindruckende und charismatische Persönlichkeit, die durch ihre unermüdliche Lobby-Arbeit maßgeblich an der gesetzlichen Quotenregelung beteiligt war.

An diesem Abend sind mir zwei Dinge ganz deutlich vor Augen geführt worden:

  1. Damit die Frauenquote von den betroffenen Unternehmen nicht nur als Belastung  wahrgenommen wird, sondern den bezweckten Erfolg bringt, muss es eine viel größere Pipeline von gut qualifizierten, hoch motivierten und selbstbewussten Frauen geben.
  2. Um diese Pipeline zu füllen, müssen Frauen sich besser vernetzen, gegenseitig fördern und unterstützen.

Ich wünsche mir, dass Power of Two einen kleinen Beitrag dazu leisten kann.

Wenn Sie auch dazu beitragen wollen: am 7. Dezember findet unsere Auftaktveranstaltung in Frankfurt statt. Ich würde mich freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen.

Bis bald

Cornelia Nett

Seit 1990 begleitet beramí e.V. Migrantinnen und Migranten bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive.

Wir sind stolz darauf, mit Berami zusammenzuarbeiten:

  1. Für das bestehende Mentoring- Programm von beramí für Migrantinnen stellt Power of Two Mentoren aus der Wirtschaft zur Verfügung
  2. Wir entwickeln einen Fragebogen und unterstützen beramí bei der bedarfsgerechten Zuordnung von Mentees und Mentoren
  3. Mentees werden Teil des Power of Two Netzwerks, nehmen teil an unseren Veranstaltungen und erhalten zusätzliche Unterstützung (z.B. Bewerbungstraining, u.Ä.)

Info-Vormittag

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