Alle Beiträge von Cornelia Nett

Was „fehlt“ eigentlich, wenn Frauen nicht in Führungspositionen gelangen? Ist es Geschäftssinn? Finanzieller Durchblick? Strategisches Denken?

Susan Colantuono, CEO und Gründerin von “Leading Women” beschreibt in ihrem TED-Talk, dass vor allem Frauen wenig Förderung im Hinblick auf „business, financial and strategic acumen“ erhalten. Mit diesen „Fehlenden 33%“ haben wir uns bei unserem  PowerLunch am 15. November 2017 in Mainz befasst.

Nach einem Impulsvortrag von Dr. Cornelia Nett hatten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Gelegenheit, zu diskutieren, wie es gelingen kann, neben dem Aufbau fachlicher Kompetenz auch den Blick für Finanzkennzahlen und strategische Ziele zu schärfen.

 

 

 LFR Bistro 2017

Unter dem Motto „Gestärkt in die Zukunft“ hat der Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz, bei dem X²- Power of Two e.V. als Mitglied engagiert ist, am 21. Oktober 2017 zu seinem „5. LFR-Bistro“ in das Kurfürstliche Schloss der Landeshauptstadt Mainz eingeladen.

Nach der Begrüßung durch den Beigeordneten und Wirtschaftsdezernenten der Stadt Mainz, Christopher Sitte, und die 1. Vorsitzende des Landesfrauenrats, Claudia Rankers, hatten über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, verschiedene Workshops zu besuchen. Diese befassten sich mit den Themengebieten „Kompetenzen erkennen und entwickeln“ und „erfolgreich verhandeln und vernetzen“. Die Workshops waren gut besucht und die Eindrücke der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchweg positiv. Power of Two hatte einen Workshop zu dem Thema „Digital vernetzen – souverän im Umgang mit LinkedIn und Co.“ angeboten.

Christopher Sitte machte in seinem Grußwort deutlich, dass die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch deutlich verbessert werden müssten. Das sei kein Frauenthema, denn auch Väter hätten heutzutage das Bedürfnis, ihre Kinder zu erziehen und aufwachsen zu sehen. Hier seien nicht nur die Politik, sondern auch die Unternehmen in der Pflicht. Claudia Rankers bestätigt dies, will aber die Frauen selbst auch nicht aus der Verantwortung entlassen: Der Landesfrauenrat hat sich auf die Fahnen geschrieben, Frauen – und Männer – zielgerichtet und pragmatisch zu unterstützen und dabei insbesondere Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu fördern.

Steuern zahlen, aber richtig. – Der Steuerleitfaden (nicht nur) für Frauen ist da!

Die Wahl der Lohnsteuerklasse bestimmt nicht nur das monatliche Nettoeinkommen, sondern hat auch Auswirkungen auf Lohnersatzleistungen, wie Arbeitslosengeld, Krankengeld, Mutterschafts- und Elterngeld. Doch wie viele Frauen bedenken dies, wenn sie sich mit ihrem Ehemann für die Lohnsteuerklassenkombination III/V entscheiden?

Das bei dieser Kombination verbleibende Nettoeinkommen der Ehefrau ist oft so gering, dass diese während der Erziehungszeiten überhaupt nicht mehr arbeitet. Begründung: Der Aufwand „lohnt sich nicht“ und der Nettoverdienst muss zu einem nicht unerheblichen Teil für Betreuungskosten aufgewendet werden.

Doch finanzielle Unabhängigkeit und insbesondere ein eigener Arbeitslosen- oder Rentenanspruch sind von entscheidender Bedeutung. Eine Scheidung, aber auch Krankheit, Berufsunfähigkeit oder der Tod eines Partners können dazu führen, dass der andere Partner auf ein eigenes auskömmliches Einkommen angewiesen ist.

Um Frauen zu mehr Eigenverantwortung zu motivieren, hat der Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz e.V. (in dem Power of Two als Mitglied vertreten ist) einen Steuerleitfaden initiiert und in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz des Landes Rheinland Pfalz und der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz umgesetzt. Dieser klärt kurz und anschaulich, u.a. anhand von Rechenbeispielen darüber auf, welche Möglichkeiten es bei der Wahl der Steuerklasse gibt und wie sich diese auf das jeweilige Nettoeinkommen der Partner auswirken.

Die Broschüre „Steuern zahlen, aber richtig. Ein Steuerleitfaden zur Wahl der richtigen Steuerklasse – (nicht nur) für Frauen“ ist ab sofort kostenfrei über www.landesfrauenrat-rlp.de, www.mffjiv.rlp.de, www.sbk-rlp.de oder hier erhältlich.

X² – Power of Two e.V. unterstützt eine Studie zweier dualer Studentinnen im Rahmen ihrer Projektarbeit zu der Frage, ob das Betreuungsangebot an Schulen und Kitas in Rheinland-Pfalz für berufstätige Eltern verbessert werden muss, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Bei aussagekräftigem Ergebnis wird die Studie den zuständigen Ministerien vorgelegt, mit dem Ziel, Pilotprojekte an Schulen und Kitas zu starten, um die Betreuungssituation bedarfsorientiert zu verbessern.

Wenn Sie an der Umfrage teilnehmen möchten, können Sie dies unter diesem Link bis 01.07.2017 tun.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Am 3. Mai fand unser 3. PowerLunch statt.

Dr. Katharina Stüber, Rechtsanwältin bei Allen & Overy LLP, stellte den ca. 25 Teilnehmern eine aktuelle Studie zur Umsetzung der Frauen- und Geschlechterquote bei DAX- und MDAX-Gesellschaften vor. Wie die Gesellschaften mit den seit 1. Mai 2015 geltenden gesetzlichen Vorgaben umgegangen sind, welche Zielgrößen sie festgelegt haben und wie diese an die Öffentlichkeit kommuniziert wurden, wurde in der Studie anhand der veröffentlichten Lageberichte untersucht und ausgewertet.

Nach dem spannenden Impulsvortrag ergab sich eine angeregte Diskussion und es gab bei Fingerfood wieder die Gelegenheit zum Networking.

Weiterführende Informationen zu der Studie finden Sie hier:

http://www.allenovery.com/locations/europe/germany/de-de/studie-zur-umsetzung-frauenquote/Pages/Unser-Angebot.aspx

Im Namen unseres Partners beramí darf ich sie auf den diesjährigen Fachtag des Netzwerks „Frankfurter Patenschafts- und Mentoring-Projekte“ hinweisen:

Rollen – und Selbstverständnisse in ehrenamtlichen Handlungsfeldern – Wie gelingen tragfähige Mentoring- und Patenschaftsbeziehungen?

Am Donnerstag, den 10. November 2016 von 10.00 bis 16.00 Uhr in der Goethe Universität, Campus Westend

Nähere Details finden Sie im Anhang. 160929_-ag-ment-_-einladung-fachtag-2016

Unter dem Motto Juristinnen in Führungspositionen: Alleingang oder Networking?  steht die Veranstaltung unseres Corporate Members Xenion, am 4. November 2016 in Köln stattfindet.

Sie richtet sich an Unternehmensjuristinnen in Führungspositionen, Juristinnen auf dem Weg dorthin und deren Vorgesetzte. Neben Vorträgen und einer Podiumsdiskussion zum Thema, wie Frauen, und insbesondere Juristinnen Karriere machen, ist unter anderem ein Workshop geplant.

Und natürlich wird es viele Möglichkeiten zum Austausch und Netwerken geben.

Nach einem aktiven Frühjahr mit vielen Networking-Events (siehe dazu meinen Blogbeitrag Powerwoche) waren die Sommermonate eher beschaulich. Aber wir waren natürlich nicht untätig. Wir haben die Zeit genutzt, um unser erstes unternehmensübergreifendes Mentoring-Programm vorzubereiten und die Tandems zusammenzustellen. Am 31.08.2016 werden sich die Mentoren und Mentees bei unserer Auftaktveranstaltung zum ersten Mal begegnen. Wir sind sehr gespannt darauf und hoffen, die richtigen Paare gefunden zu haben.

Außerdem findet am 9.9.2016 der 15. Hessische Unternehmerinnentag statt,

Die letzte Aprilwoche  war ein echter Veranstaltungsmarathon für Powerfrauen:

Am 26. April 2016 fand bei Noerr „Power sucht Frau Vol. III“ statt. Unter dem Motto Ihr Führungsinstrumentarium erweitern“ referierte Frau Prof. Heather Hofmeister, Ph.D., Inhaberin des Lehrstuhls für Arbeitssoziologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, über das Toolkit von weiblichen Führungskräften für die unterschiedlichen Herausforderungen und beleuchtete dabei, ob die verwendeten „Werkzeuge“ ausreichend oder vielleicht sogar überflüssig sind.

An demselben Abend lud Baker & McKenzie Business Women in Zusammenarbeit mit der Initiative Frauen mit Format zu einer Veranstaltung mit einem Vortrag von Prof. Dr. Jörg Risse, Partner bei Baker & McKenzie, zu dem Thema „Jenseits aller Vernunft – Wie Menschen Entscheidungen treffen und wie Sie das praktisch (aus)nutzen können“ ein.

Am 28. April 2016 gab es eine weitere spannende Veranstaltung mit dem vielversprechenden Thema „Wandel im Eckbüro – Neue Chancen für Frauen?“ bei Latham & Watkins LLP in Kooperation mit FidAR.  In ihrem Kurzvortrag erläuterte Christine Gärtner, Partnerin bei Latham& Watkins LLP ausgewählte Pflichten der Geschäftsleitung aus Sicht der forensischen Praxis. Im Anschluss daran diskutierten Heike Gündling, Geschäftsführerin, AddReal, Dr. Heike Schwesinger, Vorstand, FidAR e.V. und Christine Gärtner mit den Teilnehmerinnen, wie die sich wandelnden Anforderungen an die Arbeit in der Geschäftsleitung neue Chancen für Frauen eröffnen.

Jede dieser Veranstaltungen war sehr gut besucht, in einem sehr eleganten und professionellen Rahmen und bot hervorragende Möglichkeiten zum Netzwerken. Und es zeigt sich: das Momentum für engagierte und qualifizierte Frauen ist da, jetzt sollte es uns nur noch gelingen, unsere Kräfte zu bündeln und zu fokussieren, dann werden wir die letzten Hürden auch noch nehmen!

Vor kurzem war ein Beitrag in der online-Ausgabe der Fortune 500 mit dem Titel Why Mentoring Won’t Create More Female Leaders. Am Ende hat die Autorin Teresa Briggs völlig Recht: Mentoring garantiert weder dem Mentor noch dem Mentee eine Führungsposition – noch nicht einmal den nächsten Job! Warum also Zeit mit etwas verschwenden, das nichts bringt?

Teresa Briggs kommt zu dem Ergebnis, dass man einen Sponsor haben muss: „Sponsors help position you to shine.“ Wir brauchen also jemanden, der erfolgreich und einflussreich ist, der unsere wunderbaren Qualitäten genau erkannt hat und große Stücke auf uns hält, der uns die Tür öffnet und sich genau im richtigen Moment mit seinem vollen Gewicht für uns in die Schlacht stürzt. In der Tat: wenn wir so weit sind, ist es vielleicht nicht mehr so schwierig.

Sollten wir unsere Zeit also nicht vielmehr dazu nutzen, uns einen Sponsor zu suchen? Das Problem ist nur: Einen Sponsor sucht man sich nicht, von dem wird man gefunden. Und solange er uns nicht gefunden hat, müssen wir andere Möglichkeiten nutzen, um in unserer beruflichen Laufbahn vorankommen.

Ich persönlich glaube, dass Mentoring durchaus – sowohl für den Mentor, als auch für den Mentee – ein Mittel ist, die berufliche und persönliche Entwicklung voranzutreiben. Dafür ist es wichtig, sich noch einmal vor Augen zu halten, was Mentoring ist und was nicht:

Was ist ein Mentor? In Homers Odyssee ist Mentor ein Freund von Odysseus, dem Odysseus, als er in den trojanischen Krieg aufbricht, seinen Sohn Telemachos und seinen Hausstand übergibt. Aber jetzt kommt das Entscheidende: In die Gestalt Mentors schlüpft immer wieder die Göttin Athene, wenn sie ihrem Schützling Odysseus oder dessen Sohn mit Rat und Tat zur Seite stehen will.

Aus diesem Bild lässt sich einiges ableiten, was zu einer erfolgreichen Mentoring-Beziehung gehört:

  1. Aus Mentor spricht die Stimme der Weisheit, d.h. der Mentor verfügt über gewisse Kenntnisse oder Erfahrungen und ist bereit, diese zu teilen.
  2. Mentor steht mit Rat und Tat zur Seite, er berät und gibt praktische Anleitung. Aber er öffnet keine Türen und ebnet keine Wege. Das wäre die Aufgabe des Sponsors. Was nicht bedeutet, dass aus einem Mentor nicht irgendwann ein Sponsor werden kann.
  3. Der Mentor hat eine gewisse Distanz und betrachtet die Situation des Mentee – ähnlich wie die Göttin Athene – von außen bzw. von oben.
  4. Und: ähnlich wie die griechische Gottheit, wird der Mentor vom Mentee angerufen und um Rat gebeten. Das heißt also, die Initiative muss vom Mentee ausgehen.

Mentoring hat nicht nur Vorteile für den Mentee, der von der Erfahrung des Mentors profitiert. Es ist auch lohnend für den Mentor, sich bewusst auf einen jüngeren oder weniger erfahrenen Menschen einzulassen und dabei auch viel über sich selbst nachzudenken.

Wir bei Power of Two glauben, dass gerade unternehmensübergreifendes Mentoring, der Blick von außen, für beide Seiten gewinnbringend ist. Außerdem sehen wir Mentoring als kulturellen Katalysator. Neugierig geworden, wie unser Mentoringprogramm aussieht? Kontaktieren Sie uns.